FrOSCon 2012 Day 1

Kleine Zusammenfassung des ersten Tages:

1. Init mal anders
Ohne David, das war mal was neues.

2. Vivaldi: Make * Play * Live
Lustige Sache, KDE Plasma Apps über mehrere Devices, PC, Tablet, Telefon. Lustiges Konzept, mal sehen was draus wird.

3. Why do I have to use a Message Queue System
Relativ zusammenhangslose Aneinanderreihung von Infos über MQs.

4. Wikidata: Wikimedia going structured data
Sie hat zwar ihre Keynote in 25 Minuten durchgehauen, das Projekt klingt aber sehr sinnvoll und interessant.

5. Git Goodies
Etwas Wissen auffrischen und sogar was gelernt.

Im Großen und Ganzen ein gelungener erster Tag.

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Random Hacks of Kindness in Hamburg

Random Hacks of Kindness ist eine weltweite Organisation (www.rhok.org) die Programmierevents für einen guten Zweck veranstaltet. Zu diesen Events treffen sich Programmierer und Kreative sowie Aufgabensteller an einem weltweit koordinierten Termin um gemeinsam Software zu entwickeln die einen Unterschied macht. Die Aufgaben kommen von NGOs, Stiftungen und sonstigen gemeinnützigen Organisationen.

Bis jetzt haben die Events in Deutschland nur in Berlin stattgefunden, Zeit das ganze auch in Hamburg zu organisieren. Hamburg wird am 2. und 3. Juni erstmals an einem globalen Event teilnehmen. Organisiert wird das ganze von einer Gruppe von interessierten: Florian Holzhauer, Wolfgang Wopperer vom Betahaus und einer Gruppe von freiheit.com, zu der auch ich gehöre. Den Ort müssen wir noch wählen, aber wir haben da tatsächlich den Luxus das wir Auswahl haben.

Aktuell befinden wir uns in der Phase das wir Aufgabenstellungen suchen die einen lokalen Bezug haben, oder zumindest deren Ideengeber in Hamburg sitzen, damit diese an dem Event teilnehmen können. Dazu haben wir schon mal eine kleine Ankündigung bei der Socialbar gemacht. Um die Ideen schon mal für das Event vorzubereiten treffen wir uns am 27. März um 19 Uhr im Betahaus um schon mal über die Ideen zu sprechen. Dazu sind alle die Interesse haben herzlich eingeladen. Wenn ihr kommen wollt tragt euch in diesem Doodle ein, damit wir ein wenig Überblick haben wieviele Leute kommen.

Wir werden ein großartiges RHoK HH machen. Es gibt auch schon ein Twitter Account über den dann Neuigkeiten kommen werden: @RHokHH.

 

Was hilft wirklich bie Muskelkater

Inspiriert durch die steigende Nutzung von Fitocracy und den dadurch quasi erreichten Zustand von Dauermuskelkater habe ich mich mal ein wenig zu Muskelkater umgesehen:

Fakt ist wohl das Muskelkater durch die Beschädigung der Muskelfasern durch die Belastung entsteht und nicht durch Milchsäure. Dabei liegen die Schmerzen wohl tatsächlich an entzündlichen Reaktionen auf diese Verletzungen. Dazu gibt es folgende Infos:

Metastudien:
Treatment and prevention of delayed onset muscle soreness
Delayed Onset Muscle Soreness Treatment Strategies and Performance Factors
Various Treatment Techniques on Signs and Symptoms of Delayed Onset Muscle Soreness

Hilft:

Sauerkirschsaft
Sauerkirschsaft ist wohl entzündungshemmend, daher gibt es eine Studie die wohl belegt das man bei regelmäßiger Einnahme vor, während, nach dem Sport weniger Muskelater bekommt: http://bjsm.bmj.com/content/40/8/679.abstract

Ascorbinsäure/ASS/Aspirin/Paracetamol etc.
Widersprüchlich, im Endeffekt schwächt wohl Paracetamol sowohl die schmerzen als auch den Effekt von Training ab, daher wohl eher nicht so zu empfehlen. An die Studie für Aspirin komme ich nicht dran, die ist aber auch von 1988 und das scheint jetzt nicht das silver Bullet gewesen zu sein.

Warmes Wasser
Oh wunder, warmes Wasser, also schön in die heiße Badewanne, hilft wohl: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21681159

Hilf nicht:

Vitamin C:
Kann man ja mal ausprobieren, hilft aber nicht: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16998453

Massagen und Stretching:
Hat alles keinen großen Einfluss, ist wohl beides wegen der zusätzlichen mechanischen Belastung eher schlecht.

Am Besten ist es übrigens gar keinen Muskelkater zu verursachen, bringt nämlich auch nix: Muscle damage and muscle remodeling: no pain, no gain?

Gleichheit unter Schmerzen

Und da findet sich auch der erste Hinweis für die Vermutung, dass es bei der Ablehnung des Feminismus nicht um inhaltliche, sondern eine emotionale handelt. Und so geht es ans Eingemachte. Die Teilnehmer berichteten von ihrem Dasein als frauenferne Nerds, von den Demütigungen in der Pubertät und der gefühlten Ohnmacht gegenüber Frauen. Es wird deutlich: Mit der Behauptung Frauen seien strukturell benachteiligt wird die eigene Erfahrung konterkariert, der Schmerz, die Demütigung scheinbar negiert.

Quelle: Telepolis

Was passiert, wenn man einen Haufen Nerds nimmt, sie in einen Raum lockt und über Equalismus spricht? Anscheinend erzählen die Dinge die einen dann zu einer interessanten These bringen: Männliche Nerds sind irrational, da emotional, antifeministisch, da sie nicht mit Frauen umgehen könne. Genauer: Wenn ich mit 16 keine abbekomme kann ich mit 26 nicht sehen, dass in dieser Gesellschaft so einiges schief läuft.

Das finde ich, um es freundlich auszudrücken, provokant. So zumindest formuliert es Julia Schramm (@laprintemps) in ihrem Artikel auf Telepolis. Da die gute im Moment wohl Emanzipation und den Feminismus für sich entdeckt hat ist das wohl im Moment ganz ihr Thema. Wobei ihre Blog Artikel auch eher etwas sind was der normale Durchschnittsleser wohl besser mit gezücktem Bleistift zum markieren und einem Glas Rotwein genießt.

Doch zurück zu dem doch eigentlich so schönen Thema Equalismus. Nehmen wir mal das Thema strukturelle Benachteiligung, weil ich denke das das auf jeden Fall etwas ist das überhaupt nicht für eine emotionale Herangehensweise taugt. Fakt ist, das z. B. Frauen immer noch weniger verdienen als Männer in gleicher Position und mit gleicher Qualifikation. Fakt ist auch das es dafür keinen Begründung gibt, die am Anfang des 21. Jahrhundert noch irgendwas bedeutet. Und aus diesen Fakten entsteht nicht nur das Gefühl der Ungerechtigkeit, sonder der Fakt das dies nicht Gerecht ist.

Daneben sehe ich es auch als Fakt an das Nerds und vor allem Leute die auf einer OpenMind rumhängen doch sehr gebildete Menschen sind. Das heißt auch das sie die beiden vorher genannten Fakten nicht einfach aus emotionalen Gründen ignorieren können. Und mal im Ernst, das ist doch kein Haufen von antifeministischen Psychos? Oder doch? Ich war ja nicht dabei, aber so sehr kann dort die Atmosphäre doch nicht gekippt sein.

Meines Erachtens hat das Eine mit dem Anderen gar nichts zu tun. Persönliche Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht und daraus evtl. entstandene Verletzungen sollten nie einen Einfluss auf die tief sitzende Weltsicht haben. Tatsächlich würde diese Beobachtung nämlich bedeuten das es nicht wenige Menschen gibt, für die der Schluss “ich habe Schmerzen erfahren, daher sehe ich deine nicht” als Lebensmotiv funktioniert. Und wenn wir immer noch da sind, dann ist sehr viel in unserer Gesellschaft schief.

Ich hoffe irgendwie inständig das dieser Punkt falsch ist, weil ich doch hoffe das es in der Allgemeinheit dieses beschriebene Handlungsmotiv so nicht gibt. Und erst recht nicht unter Nerds. Gleichheit muss im Zweifel auch unter Schmerzen ein hohes Gut bleiben. Und ich hoffe auch das ich das nicht nur so sehe weil ich mit 16 eine Freundin hatte.

Nina Pauer: Wir haben keine Angst

“Luxusprobleme sind keine Pseudoprobleme”

Da ich gerade bei einer Lesung in der überaus schönen Buchhandlung cohen+dobernigg in der Schanze war bin ich immer noch ganz beseelt. Nina Pauer ist freie Autorin bei der Zeit, bloggt, ’82er Jahrgang und hat ein wunderbares Buch über unsere Generation geschrieben. Naja, eigentlich hat sie ein Buch über uns geschrieben. Uns ist in dem Falle die endzwanziger Akademikerkinder, die festgestellt haben das sie ja jetzt langsam 30 werden und somit schon seit 10 Jahren im Hamsterrad sind. Oder so ähnlich. Im großen und ganzen geht es um die Probleme die wir trotzdem haben, über die Angst und Überforderung die dieses “die Welt steht euch offen” manchmal verursacht. Das ganze ist schön verpackt in zwei extremen Charakteren, die es aber so auf jeden Fall geben kann und einem sehr angenehmen Schreibstil. Ich persönlich denke das das eines der besten Bücher ist die ich dieses Jahr gelesen habe. Lösungen hat sie nicht parat, aber wenn wir nicht alle langsam einsehen das es auch in unserer Welt grenzen gibt dann werden die meisten nicht sonderlich alt, oder nicht sonderlich glücklich, oder beides.

Auf jeden Fall sollte jeder zwischen 25 und 35 “Wir haben keine Angst” lesen, um zu sehen wo man selber steht. Und um zu reflektieren wo man sein möchte. Und vielleicht um einfach etwas glücklicher zu werden, in dem Wissen das man nicht alleine ist.

Contagion

Contagion FilmplakatContagion ist ein sehr guter Film, vor allem ist er sehr unaufgeregt.
Der SPIEGEL hat schon eine sehr schöne Kritik verfasst, somit kann ich nicht viel hinzufügen. Im großen und ganzen schöne Starbesetzung und vor allem: ruhig. Der Film baut nicht auf diese Outbreak-Artige Konfrontation, wir hier, die bösen da, sondern zeigt einfach was passiert. Und das eher dokumentarisch als nach den großen Effekten zu suchen. Doch dabei macht er echt nachdenklich, wenn er einfach Menschen in der Zeit der Seuche zeigt, wie jeder einzelne reagiert und wie Menschen halt so sind.
Für Lacher sorgt dann doch wenn jemand im Kino hustet. Und vor allem an dem Tag meines eigenen Flu-Shot ist es besonders komisch das zu sehen.
Ich kann den Film also hiermit sehr empfehlen.

Erstes Mal: Fasten

Ich komme ja im Moment immer auf so lustige Ideen, die dafür da sind um meine Grenzen auszutesten und einfach mal mehr Maß und Bewusstsein in das zu integrieren was einem doch manchmal einfach durch die Finger rinnt: den Alltag. Daher habe ich schon Anfang Oktober mal wieder einen “Milchmonat” eingelegt, also keinen Alkohol. Da ich solche Unterbrechungen meines normalen Verhaltens gerne maximiere habe ich dann direkt auch noch einen “Gemüsemonat” daraus gemacht, sprich kein Fleisch, diesmal sogar auch keinen Fisch. Ich bin eh der Meinung das man viel weniger Fleisch essen sollte, aus ethischen Gründen den Tieren gegenüber und seinen Mitmenschen, von denen doch viel zu viele immer noch hungern. Ich finde da sollte man eher schauen das man die Lebensmittelpreise auf ein Niveau bekommt so dass es Weltweit keine Probleme gibt. Dazu gehört auch Futtermittelproduktion zu reduzieren, erst recht sollte man Ackerfläche natürlich auch nicht als Lieferant für Biokraftstoffe nutzen. Aber ich schweife ab. Wie gesagt, wenn ich 2 von 12 Monaten kein Fleisch esse ist das immerhin schon mal ein Anfang.
Naja, auf jeden Fall habe ich mir dann gedacht das man ja auch mal ein richtiges Fasten in die Zeit legen sollte, da ich ja eh im Moment eher Gesund lebe ist das wohl die richtige Zeit. Also habe ich mal eine Woche Fasten eingelegt.

Entlastungstag
Am Samstag war also Entlastungstag angesagt, also quasi mal nichts schweres essen sondern nur Obst. Das war auch nicht so besonders schwer, da ich mir mit meinem ersten 15km Lauf den Appetit doch ziemlich versaut habe. Also gab es tatsächlich nur 3 Bananen, 2 Äpfel und 3 Birnen. Das war schon mal lecker.

1. Fastentag
War jetzt auch nicht so schwierig, war halt noch Sonntag. Zum Frühstück gab es leckeren Sauerkrautsaft (ich mag wirklich Sauerkraut) und dann später noch mal einen Gemüsesaft und etwas Gemüsebrühe. Abends im Rover war dann auch kein Problem, da kann man auch Kamillentee trinken.

2. Fastentag
Ich habe unglaublich schlecht geschlafen in der Nacht auf Montag, was auch ein wenig dazu geführt hat das ich den Tag über eher auf Wolken gegangen bin. Morgens gab es lecker Karottensaft, Mittags Tee und Abends wieder Brühe und Gemüsesaft. Im großen und ganzen fühle ich mich aber wohl, obwohl mein Magen doch auch komische Geräusche macht.

3. Fastentag
War auf jeden Fall der Tag wo das Fasten am wenigsten Spass gemacht hat. Am Montag war ich in der Mittagspause noch bei der Bank und bin freudig etwas rumgelaufen, am Dienstag war das schon eher sehr langweilig und hat auch keinen Spass gemacht. Richtig gut gefühlt habe ich mich auch nicht. Morgens gab es Tomatensaft und Abends Brühe, obwohl ich Abends auch Unterwegs war und mir einen Liter Apfelschorle reingetan habe. Aber wenn ich schon keine Pizza und kein Bier bekomme…

4. Fastentag
Der Mittwoch war dann schon wieder besser, lecker Karottensaft zum Frühstück, Mittags um den Isekanal spaziert, Abends Brühe und dann… schwimmen. Man soll ja seinen normalen Sport machen, also habe ich es tatsächlich auf 40 Kraul Bahnen gebracht. Insgesamt ging es aber an dem Tag auch besser und ich habe mich auch eher normal gefühlt. So richtig Hunger habe ich auch eher selten, es ist nur das ich einfach gerne Essen. Nicht umsonst habe ich mir am Dienstag auch endlich einen Qype Account zugelegt. Ich muss aber auch immer noch sagen das das wohl fürs erste das letzte mal war, soviel Spass macht das jetzt auch nicht. Gewichtsmäßig wirkt es sich übrigens auch kaum aus. Also wenn ich mich nicht am Freitag oder Samstag so gut wie seit Jahren fühle dann würde ich es auch eher als Effektfrei beschreiben.

5. Fastentag
Morgen gibt es einen Apfel, ich glaube das wird der beste Apfel meines Lebens. Und Suppe, das wird auch groß. Der 5. Tag ging eigentlich auch sehr gut, die Nacht ging halt gar nicht, ich habe nur 4 Stunden geschlafen, was aber auch am Schwimmen und dem kleinen Mittagsschlaf davor lag. Im großen und ganzen siegt aber gerade die Erleichterung das ich das durchgezogen habe und ab morgen wird dann langsam wieder aufgebaut. Yay, Fasten bestanden!

1. Aufbautag
Endlich vorbei. Zum Frühstück gab es einen Apfel, der obwohl er hart und sauer war einfach mal die Erlösung mit sich brachte. Mittags dann Suppe und Abends auch. Im großen und ganzen bin ich damit wiede fit und auch der Hunger geht langsam weg. Mein Gewicht ist doch noch etwas gefallen, mal sehen. Das “wie neu geboren” Gefühl hat sich aber jetzt noch nicht wirklich eingestellt. Morgen werden Bäume gefällt und auch wieder normal gegessen, mal sehen was so der nachhaltige Effekt ist.

Ich werde das aber bestimmt nicht so schnell wieder tun, einmal alle 30 Jahre reicht.

Die Grünen überwachen jetzt auch

Für die Abrechnung könne das europäische Satellitensystem Galileo eingesetzt werden, vorausgesetzt, ein strenger Datenschutz sei gewährleistet.

Focus Online

Gut das wir Europäer nicht nur Euros retten sondern auch dieses neue Navigationssystem bauen, denn damit kann wird unter Umständen die Genauigkeit verbessert. Ich persönlich finde das wirklich gut, denn die 5 Meter von GPS machen bei meiner Nutzung von GPS, die meistens zu Fuß ist, wirklich was aus.

Auch gut finde ich das ein Grüner Ministerpräsident über eine PKW Maut nachdenkt. Mir ist das eh egal, da ich kein Auto fahre, finde aber das man Autos zumindest aus den Innenstädten verbannen sollte, die stinken, sind laut und nehmen unglaublich viel Platz weg. Und versuchen mich armen Fahrradfahrer mindestens einmal am Tag umzubringen.

Was ich nicht gut finde ist wenn ein grüner Ex-Gymnasiallehrer für Chemie, Biologie und Ethik schlecht gecoacht über technische Umsetzung von PKW Maut spricht. Das Problem ist relativ einfach erklärt: Sattelitengestützte PKW Maut bedeutet das irgendwer (in dem Fall der Staat oder ein Privatunternehmen) zu jedem Zeitpunkt weiß wo sich jedes Auto aufhält und damit auch die meisten Bürger.

Das finde ich nicht so gut. Und dafür gibt es ganz viele Gründe. Kretschmann sagt zwar das der “Datenschutz gewährleistet” werden muss, was das aber genau bedeutet steht zumindest in dem kurzen Online Abriss nicht. (Wo ist eigentlich das ganze Interview?). Jetzt kann man natürlich mit einem IT-Security Experten sprechen und die theoretische Diskussion anfangen ob es sowas wie Datenschutz überhaupt gibt, aber ich nehme an jeder hat dieses Jahr mitbekommen das viele Unternehmen und der Staat nicht besonders gut darin sind auf Daten aufzupassen. Da hilft wirklich nur die Daten gar nicht erst zu erfassen.

Ferner kann man den Rahmen für so ein Mautsystem natürlich Gesetzlich ganz eng fassen, das Problem ist das solche Daten immer die Begehrlichkeiten der Sicherheitsbehörden wecken. Und da die Sicherheitsbehörden ja immer noch der Illusion der absoluten Sicherheit hinterherjagen weiß man nicht so genau auf was für lustige Ideen die als nächstes kommen. Vor unseren Computern machen sie ja auch keinen halt mehr, vor allem aber halten sie sich nicht an die Regeln die die Gerichte ihnen auferlegen. So viel zum Thema das kann man ja gesetzlich regeln.

Gesetze ändern sich aber auch bzw. können von der herrschenden Mehrheit geändert werden, genau wie der Zeitgeist und die Gesellschaftsform. All das sollte man berücksichtigen wenn man eine umfangreiche Überwachungsinfrastruktur schafft. Die beste Lösung für diese Probleme ist also weiterhin es nicht zu tun.

Das sehe übrigens nicht nur ich so, es gibt auch noch Medien die das verstehen und sogar Parteien.

Filialfinder 2.0

Ein Filialfinder ist ja ein tolles Feature: man geht auf die Homepage eines Unternehmens und sucht dann den meistens gut versteckten Link zu der Suche nach den einzelnen Filialen, das hat z.B. meine Bank, Tchibo und die Post.

Das Problem das ich gestern hatte löst aber keiner, auch nicht die mobilen Varianten: ich will eine geöffnete Filiale haben, weil es Samstag 16 Uhr ist. Irgendwie ist den ganzen Entwicklern noch nicht aufgefallen das die Filialdaten mehrdimensional sind, sprich wir neben der Dimension Ort noch sowas wie Öffnungszeiten und ggf. Features der Filialen haben.

Ich bin ja der Meinung das man das mal ändern sollte.

Alle auf Drogen!

Oh mein Gott, die Linke beschließt das alle Drogen legalisiert werden sollen! Das schließt also auch harte Drogen mit ein.

So ungefähr hört sich für mich die Berichterstattung an diesem Wochenende über den Linken-Parteitag an. Nur das den etablierten Medien leider die Ironie fehlt. Und natürlich die Tiefe. Weil meine erste Frage dazu wäre natürlich wie sehen das die anderen Parteien? Und was bedeutet das für die Gesellschaft in Deutschland, gibt es hier eine Mehrheit für eine Art von Drogenpolitik? Dafür nehmen wir mal die aktuellen Umfragewerte der Parteien. Es geht natürlich auch nur um den Konsum, also die Entkriminalisierung der Suchtkranken.

Gehen wir mal von Links nach Rechts im demokratischen und relevanten Spektrum der Parteien:

Linke 7%
haben wir ja gelesen: “Legalisierung aller Drogen” , das schließt dann auch sog. harte Drogen mit ein

Piraten 10%
Die haben natürlich mal wieder nichts fertig ;). Dafür aber eine AG Drogen:

Die PIRATENPARTEI-DEUTSCHLAND steht für eine repressionsfreie Drogenpolitik und will ein Ende der gescheiterten Prohibition. Wir lehnen die heutige, wissenschaftlich nicht haltbare Unterscheidung in legale und illegale Stoffe ab und fordern die objektive Bewertung und Handhabung aller psychoaktiven Substanzen alleine anhand ihres Gefahrenpotentials.

Die Piraten folgen also eher dem Ratio-Ansatz, und verbieten demnächst Tabak, dafür legalisieren sie Cannabis ;). Das ist natürlich nur überspitzt dargestellt, aber schon mal ein sehr differenzierter Ansatz.

Grüne 16%
Die Grünen haben einen ganzen Artikel über ihre Drogenpolitik:

Die Politik der Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten führt in die Sackgasse. Schwerstabhängige brauchen Hilfe, keine Strafverfolgung.

Bei weichen Drogen wie Cannabis wollen wir unter Berücksichtigung des Jugendschutzes eine legale Abgabeform über lizenzierte Fachgeschäfte ermöglichen, weitere Erleichterungen für die medizinische Verwendung von Cannabis sowie vernünftige Regelungen und Grenzwerte im Bereich Cannabis und Straßenverkehr durchsetzen.

Die Grünen wollen also das man bekifft Auto fahren darf ;). Ich nehme an bzw. hoffe das diese vernünftige Regelung ein Totalverbot ist. Aber davon abgesehen stehen die Grünen also auch für eine Entkriminalisierung.

Somit haben wir also im linken Spektrum, das im Moment tatsächlich 33% der Zustimmung der Wähler erhält, eine überwiegende Mehrheit für Entkriminalisierung. Eventuell nicht so radikal wie die Linke, aber doch eher normal.

In der Mitte ist es nicht mehr so einfach, die SPD (28%) macht es mir nicht so einfach, zumindest kann ich da nicht wirklich einen Link zu anbieten:

Wir wollen neue Wege in der Drogenpolitik. Wir werden eine Drogenpolitik gestalten, bei der Hilfe für die Abhängigen und gesundheitliche Vorsorge im Vordergrund stehen.Wir setzen auf Prävention, weil wir mit Aufklärung und vorbeugender Hilfe für gefährdete Personen alles dafür tun wollen, daß Menschen nicht in die Suchtabhängigkeit geraten. Wir setzen auf Hilfe, weil wir wissen, daß Sucht eine Krankheit ist und der Behandlung bedarf. Wir sagen der Drogenmafia den Kampf an.

Wir wollen der Drogenkriminalität den Boden entziehen: Wir wollen Hilfe statt Strafe für die Abhängigen, aber eine rigorose Strafverfolgung der Drogenhändler.

(aus dem Wahlprogramm der SPD vom Parteitag in Leipzig 1998)
Somit bleibt noch die CDU (32%), die macht es einem aber auch einfach:

Eine „Legalisierung“ angeblich „weicher Drogen“ lehnen wir ab.

Im Endeffekt scheint es also so zu sein das es einen breiten gesellschaftlichen Konsens zu geben scheint der für eine Entkriminalisierung der Drogenkonsumenten ist. Das heißt aber auch das das einzige Radikale an den Linken ist das sie da ein wenig undifferenziert rangehen. Wobei wenn bei den Piraten herauskommt das Kokain und Heroin ungefährlich ist, dann wäre es nur konsequent wenn sie das auch tun würden. Die Grünen äußern sich als die “alten Hasen” einfach nicht zu. Da sind wir ja mal gespannt bis wann sich da gesetzlich was ändern wird.